Ich hoffe, Sie haben alle gut ins neue Jahr gefunden, das ja ein ganz besonderes ist!
Lange wurde es vorbereitet und vieles wird darin sein – das Lutherjahr 2017 erinnert und feiert die Reformation und ihre Folgen für die weltweite Kirche. Und wir stehen 500 Jahre danach auch an einer Schwelle. Vielleicht sogar an einem Graben. Jedenfalls in einer Zeit, die von Problemen und Umbrüchen gekennzeichnet ist, die im Vergleich zu damals ähnlich handfest sind. Es geht um nicht weniger als die Zukunft und das Bestehen unserer Kirche!

Mit starken Worten, einem visionären Geist und einem mutigen Herzen ist Martin Luther durch seine Zeit gegangen– es gibt nicht wenige Stimmen, die meinen: wir bräuchten einen neuen Luther! Vielleicht ja, aber von dem Mann, der damals so viel bewegt hat, können wir lernen und das bewahren, was ihm so sehr am Herzen lag: der Einzelne vor Gott mit allem, was ihn prägt, belastet und auszeichnet. Ein Gott, den ich als Vater direkt und unmittelbar ansprechen kann. In einer Kirche, die das freie Wort vertritt, die Teilnahme der Gemeinde und die Möglichkeit, der Schrift meinem Leben heilsame Grenzen und weite Horizonte zu entnehmen. Dafür haben wir als Kirchspiel sechs neue Lutherbibeln bekommen, die jetzt in den Pfarrhäusern ausgelegt werden.

Sich das Alte neu zu eigen machen – sich in Herz und Geist erneuern lassen: das liegt auch in der Jahreslosung verpackt wie ein Geschenk! Denn Gott spricht durch den Propheten Ezechiel:
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Wie kann das aussehen? Und was würden Sie Martin Luther über unser Kirchspiel 2017 sagen?

Schreiben Sie es einfach auf für den Lutherkasten: Denn wir werden am Groitzscher Schaukasten eine Box anbringen, in die über das Jahr kleine und große Briefe an Luther hinterlegt werden können. Wir freuen uns über jeden Beitrag! Gott schenke und stärke uns dafür und für uns selbst Herz und Geist!

Mit herzlichen Grüßen,
Ihre Pfarrerin Friederike Kaltofen